Schulpschologische Beratung von Schülern und Schülerinnen
Schulpsychologen beraten einzelne Schüler und Gruppen von Schülern bei Schulschwierigkeiten. Dies können sowohl Leistungs- und Lernschwierigkeiten als auch Verhaltensprobleme und soziale Auffälligkeiten sein.
Einzelne Anlässe und Problemstellungen sind z. B.:
- Leistungsabfall und -schwankungen
- Lern- und Arbeitsstörungen
- mangelnde Motivation
- Konzentrationsschwi erigkeiten
- Schul- und Prüfungsangst
- geringes Selbstvertrauen
- soziale Auffälligkeiten
Gemeinsam mit Eltern und Lehrern werden mögliche Ursachen für das Problem erhoben und eine umfangreiche Diagnose erstellt.
Die pädagogisch-psychologische Intervention erfolgt in Absprache mit allen Beteiligten. Ziel schulpsychologischen Vorgehens bei einzelnen Fragestellungen ist es, sowohl die Sachkompetenz beim Lernen als auch die Ich- und Sozialkompetenz der Schüler zu stärken.
Aufgrund der eingeschränkten Stellenkapazität kann die schulpsychologische Individualberatung nicht intensiviert werden; vielmehr öffnet sich der Blick für Mängel in den schulischen Rahmenbedingungen. Generalisierbares Wissen aus der Einzelfallhilfe erlaubt also Rückschlüsse auf notwendige Veränderungsschritte der inneren Schulreform und der organisatorischen Entwicklung.
Bei Fragen, die sich auf soziale Probleme beziehen, also z. B. Außenseiterproblematik, Disziplin im Unterricht und außerhalb, Umgang mit Konflikten und Gewalt, kann zwar der einzelne Schüler im Mittelpunkt schulpsychologischer Bemühungen stehen - in der Regel sind diese Fragen jedoch nicht unabhängig von der Schulklasse zu sehen. Auch die Verhaltens- und Reaktionsweisen der Lehrer müssen mit in die Diagnose und mögliche Verhaltensveränderungsprogramme einbezogen werden.
In diesen Fällen geht es bei der schulpsychologisehen Beratung darum, die Sozial-Kompetenz des Schülers (und seiner Umgebung) zu erhöhen.
Es wird bei den o. a. Beispielen der Arbeit mit Schülern deutlich, wie ein Ansetzen allein am Individuum in der Regel zu kurz greift:
Das Lernen daheim ist nicht losgelöst zu sehen von den Ansprüchen und den Hilfen der Eltern, das Lernen im Unterricht nicht losgelöst von den Lehrern und Mitschülern.
Noch deutlicher ist diese Vernetzung bei sozialen Fragestellungen:
Das Verhalten eines Schülers ist nicht unabhängig von den Regeln und Konfliktlösungs-Strategien einer Schulordnung und dem Ausmaß, wie die Lehrer versuchen, dieser Geltung zu verschaffen.
Noch deutlicher ist diese Vernetzung bei sozialen Fragestellungen:
Das Verhalten eines Schülers ist nicht unabhängig von den Regeln und Konfliktlösungs-Strategien einer Schulordnung und dem Ausmaß, wie die Lehrer versuchen, dieser Geltung zu verschaffen.