Schulpschologische Beratung von Lehrerinnen und Lehrern
Schulpsychologische Beratung ist nicht nur individualistisch am Einzelfall orientiert, also remedial abhelfend, nachdem ein Problem bereits manifest geworden ist, sondern sieht vielmehr in der Vorbeugung, der präventiven Arbeit das Hauptziel der Anwendung psychologischen Wissens für den Schulbereich.
Schulpsychologische Beratungen für Lehrer gibt es in den Formen:
- allgemeine Lehrerfortbildung (regional und überregional)
- schulinterne Lehrerfortbildung (Pädagogische Tage, Supervision, themenbezogene Angebote)
- individuelle Beratung
Inhaltlich geht es in der Mehrzahl der Anfragen um Themen, die zur Bewältigung des Schulalltags direkt beitragen:
- Kommunikation und Kooperation unter Lehrern
- Kommunikation mit der Schulleitung
- Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten, Gewalt, Vandalismus
- Konfliktbewältigung, Konsens in Disziplinfragen
- Selbstmanagement bei Stress
- Neue Lernformen
- Entspannung und Konzentration
- Hilfreiche Gespräche mit Eltern und Schülern
- auf dem Weg zu einer "guten Schule"
In kleinen Gruppen werden die Kollegen zu eigener Aktivität angeregt. Durch die Moderation des Schulpsychologen werden Änderungen der Einstellung und des Verhaltens möglich. Hierbei gilt es, die Balance zu halten zwischen den individuellen Bedürfnissen des Einzelnen und den Anforderungen des sozialen Umfelds bzw. den Erwartungen an eine Rolle. Der Schulpsychologe erschließt die persönlichen Ressourcen und ermutigt zu einem flexiblen Umgang mit den sich ständig verändernden Lebenswelten.
Themen der individuellen Beratung von Lehrern können im einzelnen sein:
- Unterrichtsgestaltung (ErziehungsstiI, Lehrer-Schüler-Interaktion, Klassenklima, Konfliktquellen)
- Lehrerverhalten (Erweiterung des Handlungsrepertoires, Umgang mit Gruppen)
- Konfliktlösung (Strategien für den Umgang mit Schülern, Eltern, Kollegen und Schulverwaltung)
- Berufszufriedenheit (Umgang mit Stress, Zeitmanagement, Rollenkonflikte)
Ziel der Individualberatung ist, Lehrerinnen und Lehrer hinsichtlich ihrer Sach-, Ich- und Sozialkompetenz zu stärken.