Landesverband der Schulpsychologen
in Baden-Württemberg e.V.
  Stellenausbau Tranche 2


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10.07.2011 Stellenausbau der Schulpsychologie in Baden Württemberg geht in die zweite Runde

Fotos von der Jubiläumsfeier am 08.10.2010 in Karlsruhe

Stellenausbau der Schulpsychologie in Baden-Württemberg geht in die zweite Runde

Ab September 2011 werden in Baden-Württemberg weitere 50 Schulpsychologinnen und Schulpsychologen eingestellt. Damit wird der notwendige Ausbau der Schulpsychologie weiter fortgesetzt. Lange Zeit gehörte die baden-württembergische Schulpsychologie im Bundesländervergleich personell eher zu den Schlusslichtern. Im Jahr 2007 wurden nach einer unspezifischen Amokdrohung im Dezember 2006 die Zahl der bestehenden Schulpsychologe/innen erstmals um 50 neue Stellen erweitert. Schon damals wurde klar im Ernstfall reicht das bestehende Personal nicht aus, um adäquate Hilfe zu leisten. Denn Schulpsycholog/innen sind nicht nur in Krisenfällen im Einsatz. So war und ist das Aufgabenfeld der Schulpsychologie ziemlich breit. Neben der Einzelfallberatung von Eltern, Schüler/innen und Lehrkräften wird die Schulpsychologie für Fortbildung und Systemberatung und der Aus- und Weiterbildung von Beratungslehrkräften, sowie in den letzten Jahren vermehrt zur Unterstützung bei Fallbesprechungen und Supervision von Lehrkräften angefragt.

In Folge des Amoklaufs in Winnenden rückte die Arbeit der Schulpsycholog/innen in Baden-Württemberg nochmals stärker in den Fokus der Öffentlichkeit. Bis heute arbeiten in Winnenden Schulpsycholog/innen vor Ort, um Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte im Alltag zu unterstützen. Im März 2010 setzte die Landesregierung von Baden-Württemberg ein klares Signal für den weiteren Ausbau des schon bewährten Unterstützungssystems der Schulpsychologie. Die Empfehlungen des Sonderausschusses "Konsequenzen aus dem Amoklauf in Winnenden und Wendlingen - Jugendgefährdung und Jugendgewalt", die Zahl der Schulpsychologe/innen zu verdoppeln, wurden in die Tat umgesetzt. Bereits im September 2010 begann die erste Runde des Ausbaus. Von den geplanten 100 neuen Stellen wurden 30 besetzt. Dass trotz knapper Kassen das bewährte System ausgebaut wird, unterstreicht die Bedeutung der zumeist präventiven Arbeit der Schulpsychologe/innen vor Ort. Die Fortsetzung des geplanten Ausbaus 2012 ist ein weiterer folgerichtiger Schritt in diese Richtung, um den Bedürfnissen von Eltern, Schüler/innen, Lehrkräften und Schulen gerecht werden zu können. Um auf Dauer der steigenden Nachfrage und der wachsenden Vielfalt der Themenfeldern gerecht und zugleich nachhaltige Arbeit vor Ort leisten zu können, bedarf es personeller Ressourcen. Die berufspolitischen Aktivitäten des BDP und LSBW leisten einen Beitrag dazu, den Ausbau des schulpsychologischen Unterstützungssystems langfristig - über akute Krisenfälle hinaus - zu forcieren.

Juni 2011, Sandra Rausch, Landesbeauftragte BW der Sektion Schulpsychologie im BDP und Stellvertretende Vorsitzende des LSBW

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